Wartungsbuch Heizung erstellen — Aufbau und Inhalt
Heizungs-Wartungsbuch: Was § 60a GEG verlangt, welche Wartungsschritte dokumentiert werden, Aufbewahrung über die Anlagen-Lebensdauer.
Rechtsgrundlage
Heizungsanlagen unterliegen § 60a GEG (Gebäudeenergiegesetz) und für Gas-Heizungen zusätzlich der EnSimiMaV (Energieeinsparmaßnahmen-Verordnung). Hinzu kommt die Wartungsempfehlung des Herstellers, die als Stand der Technik gilt.
Inhalte des Wartungsbuchs
- Anlagen-Daten: Hersteller, Typ, Baujahr, Leistung, Standort, Inbetriebnahme
- Wartungs-Eintrag pro Termin: Datum, Firma, durchgeführte Tätigkeiten
- Mess-Werte: Abgasverlust, CO-Gehalt, Schornsteinzug, Kesselwasser-Temperatur
- Mängel mit Behebungs-Status
- Empfehlungen (Brennereinstellung, Pumpenwechsel)
- Hydraulischer Abgleich: Nachweis nach § 60c GEG bei Gasheizungen über 20 Jahre alt
- Nächste Wartung: Datum bzw. Intervall (i. d. R. jährlich)
Form und Ablage
Das Wartungsbuch kann papierhaft oder digital geführt werden. Bei digitaler Führung: jeder Wartungs-Eintrag als eigene Iteration mit zugehörigem Wartungs-Protokoll als Nachweis. Vorteil digital: bei Eigentümerwechsel, Versicherungsanfrage oder Förderantrag (BAFA, KfW) sofort vorlegbar.
Aufbewahrungsfrist
Im GEG nicht ausdrücklich geregelt. Praxisempfehlung: Aufbewahrung über die gesamte Anlagen-Lebensdauer, da Gewährleistung, BAFA-Förderung und Schornsteinfeger-Bescheinigungen rückwirkend nachgefragt werden können.
Praxis-Checkliste
- ☐ Anlagen-Stammdaten erfasst
- ☐ Wartungsvertrag (Inhalt, Intervall)
- ☐ Wartungs-Iterationen in Pflichtkette mit Protokoll-PDF
- ☐ Mess-Werte je Wartung dokumentiert
- ☐ Hydraulischer Abgleich nachgewiesen (wenn pflichtig)
- ☐ Schornsteinfeger-Bescheinigungen verknüpft
Diese Pflicht als Beweiskette strukturieren
PflichtPilot dokumentiert Heizungs-Wartung als chronologische Beweiskette — Datum, Nachweis und Zuordnung bleiben über Jahre nachvollziehbar. Kein Reminder, kein Kalender — nur das, was im Ernstfall vorgelegt werden kann.
Die Kernlogik: Pflicht → Nachweis → Archivierung → nächste Iteration. Jede Iteration trägt ihren Beleg, jede Lücke bleibt sichtbar, der Export liefert die vollständige Kette strukturiert.